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Museumsdorf Bayerischer Wald:
„Ein national wertvolles Kulturgut“
Aus einer Idee des Rotel-Tours-Erfinders Georg
Höltl ist am Dreiburgensee bei Tittling, Ldkr.
Freyung-Grafenau, eines der größten Museumsdörfer Europas (Prädikat:
„National wertvolles Kulturgut“) entstanden. Auf einer Fläche von 20
Hektar sind hier 150 Gebäude mit Bauformen des Bayerischen Waldes
aus der Zeit von 1580 bis 1850 angesiedelt, die über 60 000
Schauobjekte beherbergen und neben dem bäuerlichen Leben 40
Handwerksberufe präsentieren.
Gleich beim Eingang begegnen wir dem Wahrzeichen: dem stattlichen
„Mühlhiasl“-Gasthaus, einem echten Kleinod der Wirtshauskultur
von einst. Ja, da freut sich selbst der Märchenkönig, der über einem
der urigen Stammtische lächelt. Auch der erste Mensch, der den Mond
betreten hat, Neil Armstrong, Bergsteiger Reinhold Messner,
Alt-Bundeskanzler Kohl, der ehem. Bundespräsident Carl
Carstens und gleich mehrere bayerische Ministerpräsidenten haben
hier am Tisch gesessen.
Von der Titelseite der Speisenkarte blickt der Bayerwaldprophet
Mühlhiasl in die Zukunft. Für die Gegenwart hat er eine jedermann
Freude bereitende Speisenkarte parat, die u. a. mit Sauerbraten in
Sauerrahmsoße mit hausgemachten Spätzle oder Knödel, dazu mit
Preiselbeeren gefüllte Birnen (8,90 Euro), gekochtem Rindfleisch mit
Bouillonkartoffeln und Meerrettich (8,20 Euro) und Tagesgerichten
wie rosa gebratener Rinderlende in feiner Pfefferrahmsoße,
Bohnenbündel und hausgemachten Kartoffelkroketten lockt. Besonders
zu empfehlen auch der „Erdäpfelkas“, garniert mit Rettich und
Tomaten, die Bauernkrapfen und Hefeknödel mit Vanillesoße.
Und wer vom erinnerungsfrohen Rundgang durch das weitläufige
Museumsdorf so recht durstig geworden ist, der sollte sich ein „Mühlhiasl“-Festbier
einschenken lassen und er wird dann einen der waldlerischen
Schriftsteller besser verstehen, der einmal sagte: „Mit das Schönste
in Bayern ist der Foam (Schaum) auf´n Bier und der Hintern einer
Kellnerin! |
Ein nationales Denkmal: das „Mühlhiasl“-Gasthaus
im Museumsdorf Bayerischer Wald. In dieser Wirtschaft waren bereits
viele Prominente zu Gast.
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